Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte
Stand: Januar 2026
Online-Shopping ist bequem, doch die Wartezeit auf ein Paket kann Nerven kosten. Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte ist eine Frage, die sich viele Online-Käufer stellen. Dieser Sendungsstatus kann verschiedene Bedeutungen haben und unterschiedlich lange dauern. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie nicht nur, was dieser Status genau bedeutet, sondern auch wie der Zustellprozess im Detail abläuft, was typische Verzögerungen verursacht, wann Sie handeln sollten, welche Rechte Sie haben und wie Sie zukünftige Probleme vermeiden. Mit diesem Wissen behalten Sie die Kontrolle über Ihre Lieferungen und wissen immer, was als Nächstes passiert.
Was dieser Sendungsstatus genau bedeutet
Paketdienstleister verwenden standardisierte Status-Codes, um den Weg Ihres Pakets transparent zu machen. Jeder Status hat eine präzise Bedeutung im Logistikprozess.
Der typische Paketweg im Detail:
Ihr Paket durchläuft mehrere Stationen vom Absender bis zu Ihnen. Verständnis dieses Ablaufs hilft, Status-Meldungen einzuordnen.
Phase 1 - Auftragseingang und Abholung (Tag 0-1):
Der Online-Shop erstellt einen Versandauftrag beim Paketdienst. Das erzeugt eine Sendungsnummer (Tracking-ID). Status: "Sendungsdaten empfangen" oder "Auftrag erstellt". Das Paket ist noch nicht physisch beim Dienstleister – nur die Ankündigung. Tatsächliche Abholung erfolgt meist abends/nachts. Status wechselt zu "Sendung wurde abgeholt" oder "Im Versandzentrum eingegangen".
Phase 2 - Erstes Sortierzentrum/Paketzentrum (Tag 1-2):
Das Paket erreicht das regionale Versandzentrum des Absenders. Hier erfolgt die erste Sortierung nach Zielregionen. Moderne Sortieranlagen scannen jeden Barcode, sortieren bis zu 30.000 Pakete/Stunde. Status: "In Bearbeitung", "Wird sortiert" oder "Im Paketzentrum bearbeitet". Diese Phase dauert meist 2-6 Stunden (nachts), da Sortierzentren Schichtbetrieb haben.
Phase 3 - Transport zum Ziel-Paketzentrum (Tag 2-3):
Pakete werden in LKWs oder Cargo-Flugzeuge geladen, zum Zielgebiet transportiert. Bei kurzen Distanzen (innerhalb Deutschland): 1 Nacht LKW-Fahrt. Bei weiten Distanzen oder Express: Luftfracht möglich. Status: "Sendung in Beförderung", "Unterwegs zum Zielort" oder "In Zustellung an Empfänger-Region".
Phase 4 - Ziel-Paketzentrum (Tag 3-4):
Ankunft im Paketzentrum Ihrer Region. Erneute Sortierung, diesmal nach Zustellbezirken. Jeder Zustellbezirk hat einen festen Zusteller. Status: "Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet" (DHL), "Im Paketzentrum angekommen" (DPD), "Sendung in Zustellung" (vorbereitet). Diese Phase signalisiert: Paket ist in Ihrer Stadt/Region angekommen.
Phase 5 - Zustellung (Tag 4-5):
Frühmorgens (4-6 Uhr) werden Pakete auf Zustellfahrzeuge geladen. Jeder Zusteller erhält seine Route mit 80-150 Stopps. Status: "Sendung ist in Zustellung" oder "Wird heute zugestellt". Zustellung erfolgt meist zwischen 8-20 Uhr, abhängig von Routenoptimierung und Paketmenge.
Spezielle Zwischenstatus:
• "Sendung wird aufbewahrt": Zustellung fehlgeschlagen, Paket wartet auf Abholung oder erneute Zustellung
• "Sendung verzögert": Problem im Prozess, verspätete Ankunft wahrscheinlich
• "Adresse wird überprüft": Lieferadresse ist unklar oder unvollständig
• "Zollanmeldung liegt vor": Bei internationalen Sendungen, wartet auf Zollabfertigung
Wie lange dauert es ab diesem Status?
Durchschnittliche Zeitfenster:
Die Dauer hängt von mehreren Faktoren ab. Hier realistische Erwartungen:
Ab "Im Ziel-Paketzentrum bearbeitet":
• Normalfall: 1-2 Tage bis zur Zustellung
• Wenn Status abends (nach 18 Uhr) erscheint: Zustellung am übernächsten Tag
• Wenn Status morgens erscheint: Zustellung oft noch am selben oder nächsten Tag
• Freitag-Status: Zustellung meist erst Montag (außer bei Express)
Ab "In Zustellung":
• Zustellung innerhalb desselben Tages (zwischen aktueller Zeit und 20 Uhr)
• Bei frühem Status (vor 10 Uhr): Zustellung wahrscheinlich vormittags/mittags
• Bei spätem Status (nach 15 Uhr): Zustellung eher nachmittags/abends
Ab "Sendung wird aufbewahrt":
• Abholung möglich: sofort bis 7 Tage (abhängig von Anbieter)
• Erneute Zustellung: 1-3 Werktage (muss oft manuell beauftragt werden)
• Keine Reaktion: Nach 7-14 Tagen Rücksendung an Absender
Faktoren, die Timing beeinflussen:
• Tageszeit des Status: Morgens-Status = schnellere Zustellung wahrscheinlich
• Wochentag: Mittwoch-Donnerstag schnellste Zustellung, Freitag-Montag längste Wartezeit
• Saison: November-Dezember (Weihnachten) +1-3 Tage Verzögerung, Januar-Oktober normal
• Region: Städte schneller als ländliche Gebiete (höhere Zustelldichte)
• Dienstleister: DHL meist schnellste, Hermes oft +1 Tag, DPD mittel
• Paketgröße: Sperrgut benötigt spezielle Touren, oft +1-2 Tage
Häufige Verzögerungsgründe
Technische und organisatorische Probleme:
Grund 1 - Beschädigter oder unlesbarer Barcode:
Sortieranlagen können Paket nicht automatisch zuordnen. Manuelle Nachsortierung erforderlich. Verzögerung: 1-2 Tage. Häufig bei Regen (durchweichte Etiketten) oder unsauberer Verpackung durch Absender.
Grund 2 - Unvollständige oder falsche Adresse:
Fehlende Hausnummer, falsche PLZ, fehlender Straßenname. Paket landet in manueller Prüfung. Verzögerung: 2-5 Tage, manchmal Rücksendung an Absender. Dienstleister versucht oft, Sie telefonisch zu erreichen (Nummer im Paketdienst-Konto hinterlegt?).
Grund 3 - Überlastung des Zustellsystems:
Vor Weihnachten, Black Friday, Cyberweek: 2-3x normale Paketmenge. Nicht genug Zusteller und Fahrzeuge. Verzögerung: 1-4 Tage. Status bleibt oft tagelang gleich ohne Update.
Grund 4 - Wetterbedingte Verzögerungen:
Starker Schneefall, Hochwasser, Sturm behindern Transport. LKWs bleiben stehen, Flüge werden gestrichen. Verzögerung: 1-7 Tage je nach Wetterlage. Besonders kritisch: Bergregionen im Winter, Hochwassergebiete.
Grund 5 - Technische Probleme im Sortierzentrum:
Ausfall der Sortieranlage, IT-Probleme, Stromausfall. Manuelle Sortierung ist langsam. Verzögerung: 1-2 Tage. Selten, aber kommt vor (etwa 1-2x pro Jahr pro Zentrum).
Grund 6 - Fehlende Zustellmöglichkeit:
Niemand zu Hause, Briefkasten zu klein, keine Ablageerlaubnis, Nachbar nicht erreichbar. Paket geht zurück ins Paketzentrum. Verzögerung: 1-3 Tage bis zur erneuten Zustellung oder Abholmöglichkeit. Tipp: DHL/DPD/Hermes-Apps erlauben Vorab-Ablageorte festzulegen.
Grund 7 - Zollverzögerungen (internationale Sendungen):
Bei Sendungen aus Nicht-EU-Ländern: Zollabfertigung erforderlich. Verzögerung: 1-10 Tage, abhängig von Warenwert und Zollstelle-Auslastung. Zusätzlich möglich: Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer (werden vom Paketdienst vorgestreckt, Sie zahlen bei Zustellung).
Wann sollten Sie aktiv werden?
Geduld vs. Handeln – die richtige Balance:
Abwarten ist okay, wenn:
• Status erst seit 1-2 Tagen unverändert (normale Bearbeitungszeit)
• Zustelldatum noch nicht überschritten
• Kein dringender Bedarf (Geburtstagsgeschenk hat noch Zeit)
• Hochsaison (November-Dezember): +2-3 Tage Toleranz einplanen
Handeln Sie, wenn:
• Status seit 5+ Werktagen unverändert (deutet auf Problem hin)
• Garantiertes Lieferdatum überschritten (Express, Amazon Prime)
• Status wechselt zu "Problem bei Zustellung" oder "Adresse unbekannt"
• Paket enthält verderbliche Ware oder zeitkritische Artikel
• Statusänderungen wirken unlogisch (springt zwischen Städten hin und her)
Konkrete Handlungsschritte:
Schritt 1 - Sendungsverfolgung detailliert prüfen:
Öffnen Sie die Tracking-Seite des Paketdienstes. Prüfen Sie alle Status-Updates chronologisch. Oft finden sich dort mehr Details als in E-Mail-Benachrichtigungen. Screenshot erstellen für spätere Reklamation.
Schritt 2 - Kontakt zum Paketdienst:
• DHL: Hotline 01806 345800 (Mo-Sa 7-22 Uhr), Chat in App, Twitter @DHL_Paket
• DPD: Hotline 01806 373000, Chat auf Website
• Hermes: Hotline 040 593551111, Kontaktformular (Antwort 1-2 Tage)
• GLS: Hotline 069 7301500
Halten Sie bereit: Sendungsnummer, Ihre Adresse, Bestellnummer. Fragen Sie nach konkretem Grund der Verzögerung und voraussichtlichem Zustelldatum.
Schritt 3 - Kontakt zum Online-Shop:
Falls Paketdienst nicht hilft oder keine befriedigende Antwort liefert: Shop kontaktieren. Die meisten Shops haben Verträge mit Paketdiensten und können Nachforschungsaufträge stellen. Bei Amazon: "Wo ist meine Bestellung?" → Problem melden. Oft kulantes Vorgehen: Neuversand oder Erstattung ohne lange Diskussion.
Schritt 4 - Abholung im Paketzentrum/Paketshop:
Bei Status "Sendung wird aufbewahrt": Abholung oft schneller als auf erneute Zustellung zu warten. Benötigt: Ausweis, Sendungsnummer (besser: Benachrichtigungskarte falls vorhanden). Öffnungszeiten Paketshops meist länger als Zustellzeiten (bis 20-22 Uhr, auch samstags).
Ihre Rechte als Käufer
Gesetzliche Grundlagen (Deutschland/EU):
Lieferverzug:
Der Shop (nicht der Paketdienst!) ist Ihr Vertragspartner. Der Shop trägt die Verantwortung für pünktliche Lieferung. Wurde ein konkretes Lieferdatum zugesagt und nicht eingehalten: Setzen Sie eine angemessene Nachfrist (7-10 Tage). Nach fruchtlosem Ablauf: Rücktritt vom Kaufvertrag möglich, Geld zurück.
Keine konkrete Lieferfrist vereinbart:
Gesetzliche Regelung: Lieferung innerhalb 30 Tage nach Bestellung. Wird diese Frist überschritten: Automatisch Verzug. Sie können Nachfrist setzen oder sofort zurücktreten.
Haftung bei Paketverlust:
Geht Paket verloren: Shop muss nachliefern oder Geld erstatten. Der Shop muss sich mit dem Paketdienst auseinandersetzen, nicht Sie. Bei nachweislich verlorenen Paketen: Fordern Sie Ersatz oder Erstattung vom Shop, nicht vom Paketdienst.
Express/Garantierte Lieferung:
Bei Versandoptionen mit garantiertem Lieferdatum (z.B. Amazon Prime, DHL Express bis 12 Uhr): Wird Termin nicht eingehalten, haben Sie Anspruch auf Erstattung der Versandkosten. Bei Amazon Prime oft automatisch. Bei anderen Shops: Explizit einfordern.
Widerrufsrecht:
14 Tage Widerrufsrecht ab Erhalt der Ware (bei Fernabsatzverträgen). Wenn Paket stark verspätet ist und Sie nicht mehr warten wollen: Vor Erhalt widerrufen möglich. Nach Erhalt: 14 Tage für Widerruf, Ware zurückschicken, Geld zurück (Rücksendekosten trägt meist Käufer, außer Shop übernimmt freiwillig).
Profi-Tipps für problemlose Zustellung
Prävention ist besser als Problemlösung:
Tipp 1 - Kundenkonto bei Paketdiensten anlegen:
DHL, DPD, Hermes, GLS bieten kostenlose Kundenkonten. Vorteile: Vorab-Benachrichtigung über ankommende Pakete (noch bevor Shop Sie informiert), Zustellung umleiten (zu Nachbar, Paketshop, Packstation), Ablageort festlegen (Garage, Terrasse), Wunschzustelltag wählen. Einrichtung dauert 5 Minuten, spart später Stunden an Wartezeit.
Tipp 2 - Packstation oder Paketshop als Lieferadresse:
Wenn Sie tagsüber nie zu Hause sind: Direkt an Packstation (DHL) oder Paketshop (Hermes, DPD) liefern lassen. Vorteile: Flexible Abholung (24/7 bei Packstation, bis abends bei Shops), kein "Nicht angetroffen", sichere Verwahrung. Nachteil: Sperrige Pakete passen oft nicht in Packstationen.
Tipp 3 - Vollständige und korrekte Adresse angeben:
Häufigster Fehler: Unvollständige Adressen. Prüfen Sie: Straßenname vollständig ausgeschrieben (nicht "Hauptstr." sondern "Hauptstraße"), Hausnummer inklusive Zusätze (12a, nicht nur 12), PLZ und Ort korrekt, bei Mehrfamilienhäusern: Etage oder Nachname am Klingelbrett. Bei Firmenlieferung: Firmenname und ggf. Abteilung/Ansprechpartner.
Tipp 4 - Telefonnummer hinterlegen:
Viele Shops fragen nach Telefonnummer. Geben Sie diese an. Bei Problemen (unklare Adresse, Zugangsprobleme) versucht der Zusteller Sie zu erreichen. Erspart Rücklauf zum Paketzentrum und erneute Zustellung (+1-2 Tage).
Tipp 5 - Abstellgenehmigung erteilen:
Wenn Sie tagsüber arbeiten und keine kritischen Pakete erwarten: Abstellgenehmigung im Paketdienst-Konto aktivieren. Zusteller darf Paket an sicheren Ort ablegen (Garage, überdachte Terrasse, Hausflur bei verschlossener Haustür). Risiko: Bei Diebstahl haftet meist Empfänger, nicht Paketdienst. Nur bei sicheren Wohngegenden empfehlenswert.
Tipp 6 - Tracking-Apps nutzen:
Apps wie "Parcels" (iOS/Android) bündeln alle Ihre Sendungen verschiedener Dienstleister. Push-Benachrichtigung bei jedem Status-Update. Praktisch bei vielen Bestellungen. Oft genauere Updates als E-Mails vom Shop.
Tipp 7 - Hochsaison meiden:
Black Friday (Ende November), Cyberweek, 1.-20. Dezember: Extreme Paketmengen, längste Laufzeiten, höchste Verlustquote. Wenn möglich: Bestellungen in diese Zeiten vermeiden oder mindestens 2 Wochen Lieferzeit einplanen.
Zusammenfassung: Die 7 wichtigsten Punkte
1. Status verstehen: Jeder Status hat präzise Bedeutung im Logistikprozess – lernen Sie die typischen Phasen
2. Realistische Erwartung: Ab "Im Ziel-Paketzentrum" noch 1-2 Tage, nicht "heute" erwarten
3. Geduld haben: Bis 5 Werktage Verzögerung sind in Hochzeiten normal
4. Proaktiv handeln: Bei 5+ Tagen ohne Update oder überschrittenem Lieferdatum Kontakt aufnehmen
5. Shop ist Vertragspartner: Ihre Rechte gelten gegenüber dem Shop, nicht dem Paketdienst
6. Prävention nutzen: Paketdienst-Konten, Packstationen, korrekte Adressen vermeiden 80% der Probleme
7. Rechte kennen: 30-Tage-Regel, Nachfrist, Widerruf – nutzen Sie Ihre gesetzlichen Ansprüche
Mit diesem umfassenden Wissen über Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte behalten Sie die Kontrolle über Ihre Online-Bestellungen. Versandstress gehört der Vergangenheit an – Sie wissen jetzt genau, was jeder Status bedeutet und wann Sie handeln sollten. Gutes Gelingen bei Ihren nächsten Bestellungen!
Häufige Fragen zu Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte
Ist Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte für Anfänger geeignet?
Ja, absolut. Unser Ratgeber zu Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte erklärt alle Grundlagen verständlich.
Was kostet Amazon: "Paket kann nicht gefunden werden" - Nächste Schritte?
Die Kosten variieren je nach Anbieter. Ein Vergleich lohnt sich immer.
Wo finde ich weitere Informationen?
Direkt hier in unserem Experten-Bereich zum Thema Sendungsstatus Bedeutungen.